Feierliche Eröffnung des „Staufer-Jahres 2010“ auf Burg Trifels bei Annweiler durch den Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck
Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, eröffnete am Freitagabend, 21. Mai, auf Burg Trifels bei Annweiler das „Staufer-Jahr 2010“. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In vielfältigen Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktivangeboten wird während dieses Jahres das Wirken und die Bedeutung des mächtigen Herrschergeschlechts der Staufer ergründet und vermittelt.
„Es gibt einen symbolischen Mittelpunkt des Staufer-Reiches. Und der ist in Rheinland-Pfalz.
Dort, wo die Insignien des Staufer-Reiches zu finden sind: Auf dem Trifels“, sagte
Ministerpräsident Kurt Beck bei seiner Rede anlässlich der feierlichen Eröffnung des Staufer-
Jahres. Deswegen sei es eine gute Idee, das Staufer-Jahr auch genau dort zu beginnen, wo
die Nachbildungen von Krone, Kreuz, Reichsapfel und die weiteren Insignien der Herrschaft
aufbewahrt werden.
Die neue Präsentation „Reichsburg Trifels – Macht und Mythos“, die an diesem Abend auf
Burg Trifels eröffnet wurde, bildet den Auftakt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen,
Ausstellungen, Festen und Angeboten, die an über 70 verschiedenen Orten der Bundesländer
Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stattfinden. Diese Präsentation, sagte
Beck, sei bestens dazu geeignet, Geschichte lebendig werden zu lassen. Burg Trifels sei
dadurch nicht nur Kulturdenkmal, sondern „ein Ort, an dem man, wohlverstanden und
wohlabgewogen, auch den Stolz auf das, was Heimat genannt wird“, spüren könne. Der Ort
verbinde mit der Geschichte und mache zugleich den Blick frei auf das, was außerhalb der
Grenzen des eigenen Horizontes sich ereignet habe.
Kulturstaatssekretär Walter Schumacher betonte in seiner Rede, dass das „Staufer-Jahr“ dem
Föderalismus der Länder neue Impulse gebe, denn dieses länderübergreifende Projekt
verbinde über die heutigen föderalen Grenzen hinaus.
Der leitende Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim, die das das Projekt „Staufer-
Jahr“ mit vorbereiten und tragen, Prof. Alfried Wieczorek, bemerkte, dass Identität mit der
Region und dem eigenen Land nur durch die Vermittlung lebendiger Kultur gelinge. Burg
Trifels helfe durch ihr breit gefächertes und erlebbares Angebot gerade jungen Menschen, die
Frage nach der Identität in Europa zu stellen und eigenen Antworten zu finden.
Thomas Metz, Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, lud anschließend die
Festgäste in die die Burg-Kapelle, einem der ältesten Teile der Burg, ein. „Wer diese Kapelle
betritt und dort die Steine berührt, der sollte sich bewusst machen, dass er genau dieselben
Steine berührt, auf denen einst Heinrich VI. oder die anderen staufischen Herrscher gekniet
und gebetet haben. So nah und so unmittelbar kann Geschichte sein.“
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