Neue Publikation
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland
Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Band 17.2
Stadt Trier
Band 17.2: Stadterweiterung und Stadtteile
Nach dem 2001 veröffentlichten Band über die Altstadt stellt der zweite Band die Kulturdenkmäler außerhalb des Alleenrings vor; er behandelt sowohl die Kulturdenkmälern der Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts als auch die der bis 1970 eingemeindeten Vororte und Dörfer.Die römische Stadt umfasste eine wesentlich größere Fläche als das mittelalterliche und das barocke Trier. So finden sich wichtige antike Großbauten, wie die Barbarathermen (S. 132f), das Amphitheater und die Pferderennbahn in dem Gebiet, auf das die Stadt sich erst durch die gründerzeitliche Stadterweiterung wieder ausdehnte.
Außerhalb der Mauern der mittelalterlichen Stadt entstanden die vier großen Benediktinerabteien, die allesamt ihre Wurzeln in spätantiker Zeit haben. Mittelalterliche Bauten haben sich von den Abteien St. Matthias im Süden und St. Maximin im Norden erhalten, von St. Martin und St. Maria ad Martyres zeugen jüngere Gebäude, so das sog. Exhaus und das Studentenwohnheim am Martinsufer.
Der Stadtteil Pfalzel, hervorgegangen aus einer antikrömischen Palastanlage, später kurfürstlicher Amtssitz mit eigener Stadtmauer und Wallanlage, hat eine ganz eigenständige Entwicklung.
Der Bogen der besprochenen Kulturdenkmäler spannt sich von hervorragenden Bauten überregionaler Bedeutung wie der Stiftskirche St. Paulin oder dem Schloss Monaise über Werke der Gartenbaukunst wie dem Park Nells Ländchen, dem seltenen Beispiel einer "ornamental farm", oder dem Park des Kürenzer Schlösschens bis zu Denkmälern der industriellen Entwicklung wie dem Tabakspeicher Neuerburg in Trier-Süd oder dem Wasserkraftwerk Kylltal.
Bemerkenswert sind die burgartige Propstei in Irsch oder der auf zwei Feste Häuser zurückgehende Duisburger Hof in Eitelsbach Zeugnisse der Sepulkralkultur sind der Alte Jüdische Friedhof an der Weidegasse und der Trierer Hauptfriedhof.
Von der Garnisonsstadt Trier berichten die erhaltenen Bauten der Maximinkaserne ebenso wie die bis in die jüngere Zeit vom französischen Militär genutzte Kasernengruppe Castelforte.
Zur Sprache kommt die politische Aussage des Baus der Kreuzkapelle auf dem Petrisberg ebenso wie die des Aussichtsturms bei der Domäne Avelsbach, der gleichzeitig ein Denkmal für die Wirtschaftsförderung zu preußischer Zeit darstellt.
Wie keine andere Stadt des Landes hat Trier bauliche Zeugnisse aus den letzten zwei Jahrtausenden zu bieten, die in den beiden Bänden der Denkmaltopographie in Wort, Bild und Karte präsentiert und aufbereitet werden.
Der Band hat gut 420 Seiten mit 990 Abbildungen; Ladenpreis € 48.-